Amazonische Stämme
   
Der einzige amazonische Nachrichten- und Kurierdienst  
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Vorwort

 

Die hier zusammengetragenen Informationen sind natürlich nur ein kleiner Teil der Informationen, die wir Aretyaden über unsere Schwestern in ihren Stämmen gesammelt haben. In unserem Archeion lagern noch viele Schriftrollen, die sich mit unserem Volk, den Amazonen, beschäftigen. Doch um einen schnellen und umfassenden Überblick zu geben, haben die Gelehrten des Nachrichtendienstes diese Informationen ausgewertet und zusammengefasst, damit jede Schwester schnellen Zugang zu diesem Wissen hat.

 

Töchter der Artemis

 

Die T.d.A sind ein kleiner Amazonenstamm, der sich in den südlichen Festlanden nahe dem Amazonenmeer ansiedelt. Sie mussten sich nach einem Krieg, der in ihren eigenen Reihen ausbrach und der die Zersplitterng ihres Stammes zur Folge hatte. Durch Verrat und Rachsucht musste die Thronerbin, damals noch ein Baby, vor ihren eigenen Schwestern in Sicherheit gebracht werden.

Wir Aretyaden haben großen Respekt vor der tapferen und klugen Königin Amarice, die durch ihre geschickte Führung und dies zu einem Zeitpunkt, wo sie noch nicht einmal 18 Sommer zählte, ihren praktisch nicht mehr existenten Stamm mit Hilfe ihrer weisen Beraterin und wenigen Getreuen neu aufbaute. Da der Stamm aber durch die Unruhen in alle Lande verstreut wurde, sind die verbliebenden Amazonen stets bemüht, ihre in alle Winde verstreuten Schwestern wiederzufinden.

Die Aretyaden senden oft Delegationen zu den T.d.A. und stehen in regen Austausch mit ihnen.

Gemeinsame Expeditionen und Trainingstreffen mit Schulungen in der aretischen Kriegs- und Kampftaktik sind Teil dieses Austausches, aber auch die Diskussion von juristischen und philosphischen Fragen und Wettkämpfe der Kriegerinnen.

Die Regierungsform unterscheidet sich sehr von der unsrigen, es herrscht die Königin, und in ihrer Politik wird sie nur unterstützt von einem kleinen Beraterkreis. So verschieden unsere kulturellen Standpunkte sind, versuchen wir durch Dialog zum gegenseitigen Verständnis beizutragen.

 

Die Simetra-Amazonen

 

Die Simetra sind ein Amazonenstamm, der weit entfernt von unserern Siedlungsgebiet lebt. Laut den alten Legenden, die im Archeion gefunden wurden, soll vor langer Zeit eine Amazonenflotte unter der Kommandantin Myrine in einem Sturm verschollen sein. Nach den Geschichten der Simetra sind diese unter der Führung einer Myrine nach einem Sturm an eine unbekannte Insel gestrandet. Unsere Historikerinnen schliessen daraus, dass es sich um die verschwundene Flotte handelt von der die Simetra abstammen.

Durch die Abgeschiedenheit  hat sich eine für uns vollkommen fremde Kultur- und Bekleidungsform ausgebildet. Seit die neue Königin Bakarah, eine stolze und schöne Kriegerin, die Macht auf der Insel Samothrake übernommen hat, ist es ihr gelungen, aus der Fremden verschlossenen Insel, einen modernen und weltoffenen Teil des Amazonenvolkes zu machen. So machen sich Simetrische Expeditionen ähnlich wie die Aretyadischen in die Welt auf, um sie zu erforschen und suchen den Kontakt zu Amazonen und neuen Verbündeten.

Die Simetra haben nach unseren bisherigen Erfahrungen ein ausgesprochenes Gemeinschaftsgefühl und sind auch in der Schlacht sehr mutige Kriegerinnen, die keine Gefahr scheuen.

Sie sind von allen uns bekannten auch die freundlichsten im Umgang mit Männern im Ausland und kämpfen mit ihnen Seit' an Seit' für das Gute in der Welt. Ob dies jedoch nur daran liegt, dass sie sich im patriachlen und feindlichen Gebiet aufhalten, wissen wir nicht.

Noch ist der Kontakt zu den Simetra neu und wenig gefestigt, doch planen wir bald neue Expeditionen und Kontakte mit ihnen. Um unsere amazonischen Werte und Meinungen auszutauschen und einen fruchtbaren Diskurs für alle amazonische Völker zu starten.

 

Harca Asszony

 

Die Harca Asszony sind ein Stamm, der nahe unser Insel Aretias auf der Insel Asszonia wohnt. Sie haben sich die alten, traditionellen amazonischen Werte bis heute erhalten und sich jeglicher fortschrittlicher Entwicklung erfolgreich erwehrt. Das Matriarchat wird in radikalster Form aber demokratisch durch die wilden und schönen Schwestern umgesetzt.

Zahlreiche uralte Bräuche sind bei ihnen noch Teil des alltäglichen Lebens. Männliche Nachkommen werden der Göttin als Geschenk dargebracht, von erschlagenen Feinden werden Skalps genommen und bei besonders tapferen gar das Blut getrunken. Am angesehensten sind die Schwestern, die die meisten weiblichen Kinder zur Welt bringen und die meisten Skalps genommen haben.

In Beutezügen auf dem Festland suchen sie sich männliche Sklaven und verschleppen sie nach Asszonia, um sie dort komplett verhüllt und mit bloßen Händen, die niederen Arbeiten verrichten zu lassen.

Die Harca Asszony haben ein hohes Wissen in der Kräuterkunde, die mündlich von Generation zu Generation weitergegeben werden. Dadurch ist es ihnen möglich, Fortpflanzung ohne den Beischlaf mit Männern durchführen zu können. 'Samohändlerinnen', die in fremde Ländern reisen, sich eine primitve Form der Kultur geschaffen haben und im Gegensastz zu den meisten Harca Asszony auch schreiben können, sorgen für genügend Nachschub an 'Samo' (in Kräutern konservierter männlicher Samen), auf friedliche Art.

Eine andere Kunst auf die sie sich verstehen, ist die Jagd und Zubereitung von ausgezeichneten Fleischspeisen, denn auf ihrer Insel sind Gabelantilopen beheimatet, deren zartes Bret ein wahrer Gaumenschmaus ist.

Im allgemeinen ist die Kultur von äußerst rauhen und brutalen, fast primitiven Sitten geprägt ,was sie zu mutigen und furchtlosen Kriegerinnen macht, die Angst und Schrecken unter den patriarchalen Kulturen verbreiten.